Across Europa und im Vereinigten Königreich schaun inzwischen mehr Haushalte mit zwiespältigen Gefühlen auf den klassischen Holzofen: auf der einen Seit Nostalgie, auf der anderen Sorgen wegen Rauch, Sicherheit und Kosten. Diesen Winter verspricht a neue Welle an Elektrokaminen denselben optischen Wohlfühlfaktor – aber mit deutlich weniger Aufwand und viel schnellerer Montage.
A neuer Weihnachts-Klassiker für Wohnungen ohne Kamin
Für viele Stadtbewohnerinnen hat die Vorstellung von Weihnachtsliedern vorm knisternden Feuer nie zur Realität passt: a kleine Wohnung ohne Kamin, strenge Hausregeln und Nachbarinnen, die Rauch ned aussteh’n können. Elektrokamine füllen jetzt genau diese Lücke. Sie bringen den Look von Flammen, die Wärme von an Heizgerät und das Gefühl von an Blickfang im Wohnzimmer – ganz ohne Rauchfang, Abzug oder bauliche Eingriffe.
Eines der Modelle, das den Trend mit antreibt, is der Kesser Prio: a freistehender Elektrokamin, der nach deutlichen Rabatten in den frühen Weihnachtssales auf großen Plattformen wie Amazon viel Aufmerksamkeit kriegt. Er richtet sich an Leute, die was Traditionelles im Aussehen wollen, aber ein modernes Gerät im Alltag.
Die neue Generation an Elektrokaminen will Gas- und Holzgeräte durch sichere Plug‑in-Systeme ersetzen, die in Minuten aufgestellt sind.
Der Prio bietet bis zu 1.900 W Heizleistung – genug, um kleine bis mittlere Räume unter normalen Bedingungen auf rund 28 °C zu bringen. Mit LED-Technik simuliert er realistische Flammen, sichtbar durch a dreiseitige Scheibe: Der Effekt is ned nur von vorne, sondern zieht sich leicht um die Seiten – näher am Gefühl von einem klassischen Gusseisen-Ofen.
Warum Wohnungen sich von Gasheizern abwenden
Gasheizer waren in vielen Mietwohnungen lange die Standardlösung, aber ihr Ruf hat gelitten. Bedenken wegen Gasleck, Explosionsgefahr, Kohlenmonoxid und strenger Lüftungsvorschriften schrecken vorsichtigere Mieterinnen und Vermieterinnen ab.
Elektrokamine umgeh’n die meisten dieser Probleme. Sie werden an die normale Steckdose angeschlossen, verbrennen keinen Brennstoff und geben keine Verbrennungsgase in den Raum ab. Außerdem vermeiden sie Rußspuren an Wänden und Decken, die oft zu Streit zwischen Vermieterin und Mieterin führen.
Wichtige Funktionen, die Skeptiker überzeugen
Über den gemütlichen Look hinaus punkten neue Geräte mit Steuerung und Sicherheit. Der Kesser Prio hat zum Beispiel mehrere Funktionen, die direkt auf typische Kritik an älteren Heizsystemen reagieren:
- Zwei Leistungsstufen: bis zu 1.900 W zum schnellen Aufheizen oder a niedrigere Stufe zum Halten der Temperatur.
- Thermostat-Steuerung: das Gerät schaltet automatisch ein/aus, um die gewünschte Temperatur zu halten.
- Fernbedienung: Temperatur, Timer und Ein/Aus bequem vom Sofa aus steuern.
- Fenster-offen-Erkennung: bei starkem Temperaturabfall wird angenommen, dass a Fenster offen is, und die Heizung wird reduziert oder abgeschaltet, um Energie zu sparen.
- Deko-Stauraum: unten a Fach für Deko-Holzscheite oder Körbe, damit’s mehr wie Möbel wirkt und ned wie a reiner Heizlüfter.
Die kompakte Größe – ca. 64 × 35 × 49 cm – macht den Prio besonders interessant für kleine Räume. Er passt in a Eck, unter den Fernseher oder anstelle von einem stillgelegten Kamin – ohne Wände aufzubrechen oder den Rauchfangkehrer zu rufen.
Für Mieter*innen is der größte Vorteil die Rückbaubarkeit: Der Kamin kann umgestellt, ausgesteckt und in die nächste Wohnung mitgenommen werden – ohne Spuren.
Modernere Designs für minimalistische Wohnräume
Nicht alle wollen den Ofen-Look mit Deko-Scheiten. Wer klare Linien bevorzugt, findet moderne Varianten, die technisch ähnlich funktionieren, aber eine andere Designsprache haben.
Ein Beispiel is der Elektrokamin Kaminio „Hugo“, der diese Saison ebenfalls von Preisnachlässen profitiert hat. Er behält den LED-Flammeneffekt, ergänzt aber Ambientebeleuchtung und eine geometrischere Front. Der Stauraum unten nimmt Deko-Holz, Bücher oder Körbe auf und hilft, dass er sich in skandinavische oder moderne Wohnzimmer besser einfügt.
Traditionell vs. modern: Was ändert sich wirklich?
| Aspekt | Geräte im traditionellen Stil (z. B. Kesser Prio) | Geräte im modernen Stil (z. B. Kaminio Hugo) |
|---|---|---|
| Design | Ofenartig, oft mit geschwungenen Details und sichtbarem „Scheit“-Bereich | Gerade Linien, große Glasfront, eher „Möbelstück“ als „Ofen“ |
| Flammeneffekt | Warme Töne, klassischer Glut-Look, seitliche Sichtfenster | 3D-Flammeneffekte, farbige Ambient-LEDs, theatralischere Optionen |
| Aufstellung | Gut als freistehendes Statement-Piece | Oft dafür gedacht, unter dem TV zu stehen oder in Regale integriert zu werden |
| Zielgruppe | Fans von rustikalem, Landhaus- oder Vintage-Stil | Minimalistische, zeitgemäße und offene Wohnkonzepte |
Praktisch gesehen teilen sich beide Kategorien meist die gleichen Kernfunktionen: Thermostat, Fernbedienung, LED-Flammen und integrierte Heizleistung um 1.800–2.000 W. Der echte Unterschied liegt darin, wie stark sie die Raumstimmung verändern und ob sie optisch dominieren oder sich leise ins Interieur einfügen.
Wie diese Geräte im Vergleich zu anderen Elektroheizern abschneiden
Die Weihnachtsrabatte auf kaminartige Heizgeräte laufen parallel zu Aktionen für nüchternere Lösungen: Heizlüfter, einfache Radiatoren und wandmontierte Paneele von Marken wie Kesser, Tresko oder Homcom. Diese sind oft günstiger und setzen stärker auf Leistung als auf Optik.
Manche Modelle haben WLAN und App-Steuerung, sodass man sie aus der Ferne einschalten, vor der Heimkehr die Temperatur anpassen oder mit Sprachassistenten verbinden kann. Vom Komfort her wollen viele Käufer*innen trotzdem a sichtbares „Feuer“ als Mittelpunkt, wenn’s auf der Couch gemütlich wird – auch wenn in Schlaf- oder Arbeitszimmern eher unauffällige Heizgeräte stehen.
Die eigentliche Konkurrenz is nimmer nur Gas gegen Strom, sondern anonyme weiße Heizgeräte gegen Geräte, die gleichzeitig Deko-Möbel sind.
Wer profitiert am meisten von einem Elektrokamin?
Haushalte in folgenden Situationen haben meist den größten Nutzen:
- Kleine Wohnungen ohne Kamin: Plug‑in-Gerät als Blickfang und echte Zusatzwärme, wo Umbauten unmöglich sind.
- Familien mit Kindern oder Haustieren: kühlere Oberflächen und automatische Abschaltfunktionen senken Risiken gegenüber offenem Feuer.
- Mieter*innen: keine Genehmigungen, kein Bohren für Abzüge, keine langfristigen Verpflichtungen mit Vermieter*innen.
- Allergiker*innen: kein Rauch, kein Ruß, keine Asche – weniger Reizstoffe für empfindliche Atemwege.
- Zweitwohnsitze: schneller Start macht’s praktisch für Ferienhäuser, die die meiste Zeit leer stehen.
Was man vor dem Kauf prüfen sollt
Spontankäufe rund um Black Friday und Vorweihnachtsaktionen können später enttäuschen, wenn ein paar Basics ignoriert werden. Vor dem Klick in den Warenkorb sollte man auf Folgendes schauen:
- Raumgröße: 1.800–2.000 W passen meist für ca. 15–30 m². In größeren Räumen braucht’s zusätzliche Heizung oder mehrere Geräte.
- Elektrische Leistung/Absicherung: in Altbauten mit überlasteten Stromkreisen können starke Geräte parallel zu anderen Verbrauchern problematisch sein.
- Geräuschpegel: Modelle mit Gebläse machen oft ein leises Brummen. Fürs Schlafzimmer sind leisere Geräte sinnvoller.
- Nur-Flamme-Modus: manche wollen den Feuereffekt ohne Wärme (z. B. im Frühling/Herbst). Nicht jedes Modell kann das – Datenblatt checken.
- Energiesparfunktionen: Fenster-offen-Erkennung und genaue Thermostate können bei langen Kältephasen die Kosten senken.
Energiepreise bleiben in Europa und im Vereinigten Königreich volatil, daher gehören die Betriebskosten weiter zur Rechnung. Elektrokamine wandeln fast die gesamte elektrische Energie in Wärme um – aber Strom kostet pro kWh oft mehr als Gas. Darum sind sie am besten als Zusatzheizung geeignet und weniger als alleinige Wärmequelle in schlecht gedämmten Wohnungen.
Über Weihnachten hinaus: Flammeneffekt das ganze Jahr nutzen
Hersteller vermarkten diese Geräte inzwischen als mehr als saisonale Accessoires. Weil LED-Flammen deutlich weniger Strom brauchen als die Heizfunktion, lassen viele den Flammeneffekt an kühlen Frühlingsabenden laufen – ohne Heizen. Das Wohnzimmer wirkt trotzdem gemütlich inszeniert, ohne dass es zur Sauna wird.
Manche kombinieren Elektrokamine sogar mit Smart-Bulbs, dimmbaren Deckenlampen und LED-Strips, um Szenen zu bauen: Kino-Modus, Lese-Modus oder Dinner-Modus. Der Kamin wird damit Teil einer Lichtstrategie – ned nur a Heizgerät, das im Dezember aus dem Abstellraum kommt.
Der psychologische Effekt von einer Flamme – auch wenn’s a künstliche is – prägt, wie Menschen ihr Wohnzimmer nutzen, lang nachdem der Christbaum weg is.
Extra-Tipps: Komfort, Sicherheit und Kosten kombinieren
Um grob zu beurteilen, ob ein Elektrokamin in einen bestimmten Haushalt passt, hilft a einfache Überschlagsrechnung: Stromtarif nehmen, Preis pro kWh mit der Leistung des Geräts und den geplanten Betriebsstunden multiplizieren. Beispiel: 1.900 W (also 1,9 kW) für drei Stunden bei 0,30 €/kWh kostet rund 1,71 € für den Abend. Kürzere Einsätze zu den gemütlichen „Peak“-Momenten halten die Rechnung besser im Griff.
Auch die Positionierung zählt. Gegen eine Innenwand, weg von zugigen Fenstern und Türen, wird der Raum schneller warm. Rund um die Lüftungsschlitze sollten ein paar Dezimeter frei bleiben, damit nix überhitzt und das Gebläse die Warmluft gleichmäßiger verteilt.
Bauträger und Architekt*innen berücksichtigen solche Geräte schon bei Renovierungen. Viele neue Wohnungen haben eine vorbereitete Nische oder einen verstärkten Wandbereich mit Steckdose für einen Plug‑in-Kamin – ohne echten Rauchfang dahinter. Wer den Geruch von echtem Holz trotzdem vermisst, kann für Romantik und Praxis eine kleine Feuerstelle draußen oder gelegentlich einen Holzofen in gut belüfteten Bereichen mit dem Elektrokamin drinnen kombinieren – besonders in den kalten Monaten.
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