Die Lichter san heller, die Playlists g’schmeidiger, die Einkaufswagerln voller. Und trotzdem scheint sich die leise, g’standene Wärme, an die ma uns aus da Kindheit erinnern, irgendwo in an Spalt der Jahre verabschiedet zu haben. Ma scrollt, ma klickt, ma kauft – auf da Suche nach an G’fühl, des ma nimmer so recht beim Namen nennen kann.
Dann bleibt ma auf am winzigen Ding hängen: a zartes goldenes Herz, a strahlender Heiligenschein, a Kerzenhalter in Form von am heiligen Ex-voto. Ka blinkenden LEDs, ka kitschige Sprücherl. Nur a Hauch von wos Älterem, Langsameren, Zärtlicheren. Boncoeurs – diese eigenartige, traumartige französische Welt aus sakralem Licht und sanfter Nostalgie – schreit net „Weihnachten“. Sie lasst di dran erinnern. Und genau dort fangt si was zum Verschieben an.
Wie Weihnachten klein, still … und irgendwie größer war
Es gibt a ganz bestimmte Art von Stille, die nur zur Weihnachtszeit in da Kindheit g’hört. Net des Fehlen von Geräuschen – sondern wie jedes Geräusch g’fühlt in Bedeutung eing’wickelt war. Da Wasserkessel in da Küche bei den Großeltern. Des Knistern vom Geschenkpapier im Nebenzimmer. Die Kirchenglocke in da kalten Nacht, die über die Dächer trägt wie a Versprechen.
Heut kommt Weihnachten oft daher wie a Marketingkampagne: fette Schriften, Lieferung morgen, Flash-Sale. Der Kern geht unter in Playlists und Verpackung. Drum wenden si so viele wieder Handgemachtem zu, religiösen Symbolen, Dingen mit Vergangenheit. Sie dekorieren net nur – sie verhandeln mit ihren Erinnerungen und versuchen, wos z’sammz’nähen, des si wie Zuhause anfühlt.
In ana kleinen Wohnung in Lyon ham zwei Schwestern genau damit ang’fangen. Zuerst Ex-voto-Herzen, inspiriert von Kirchen im Süden Frankreichs und vom Andachts-Eckerl ihrer Oma. Aus am Herz is a Kollektion worn, dann a Marke: Boncoeurs. Ihre Stücke reisen von Kapellen in Instagram-Feeds, von sakraler Kunst auf Coffee-Tables in London, Berlin, New York. Das Paradoxe: In ana hyperdigitalen Welt wirken diese Symbole aus da alten Zeit fast radikal. Die Leit wollen angreifen, anzünden, aufhängen, behalten.
Schaut ma auf die Zahlen, wird die Geschichte schärfer: Suchtrends zeigen Spitzen bei „spiritual Christmas decor“, „sacred heart ornaments“, „vintage nativity scenes“. Pinterest-Boards quellen über vor goldenen Heiligenscheinen, Sternen, Tauben. Net nur Rot-Grün-Glitzer, sondern kleine Hausaltäre am Regal, Kerzerl für Menschen weit weg, Fotos von Großeltern, eing’steckt in Girlanden.
A Boncoeurs-Kundin hat erzählt, sie hätt a einziges Messingherz bestellt, „um a leere Wand zu füllen“. Es is ang’kommen – schwerer als erwartet, mit ana unperfekten Oberfläche, die Maschinen net nachmachen. Sie hat’s über a Sideboard g’hängt. Dann – ganz still – a Foto von ihrem verstorbenen Vater eingerahmt und a Kerze drunter hing’stellt. Was als Deko ang’fangen hat, is a Ritual worn. Sie hat Freundinnen g’sagt, der Raum fühlt si an „wie Weihnachten bei meiner Oma, sogar im Juni“. Des is der Shift: von saisonalem Styling zum ganzjährigen Zufluchtsort.
Die Logik is fast stur einfach: Unser Gehirn is müde von Lärm und Neuheit. Es sehnt si nach Symbolen, Wiederholung und sanften Geschichten, die net nach zehn Sekunden wegscrollen. Sakrale Bilder – egal ob ma religiös is oder net – tragen an jahrhundertealten Code von Trost und Überschreitung. Wenn Boncoeurs diesen Code in warme Metalle, weiche Linien und handgezeichnete Details packt, entsteht a Brücke zwischen am Kirchenbesuch in da Kindheit und am modernen Wohnzimmer in Hackney.
Ma jagt eigentlich net dem Dezember 1996 nach (oder welchem Jahr auch immer bei uns einbetoniert is). Ma jagt dem G’fühl nach, von wos Größerem g’halten zu werden als von da To-do-Liste. Sakrales Licht – wörtlich oder bildlich – kann des ziemlich gut. Es sagt: Stopp; schau hin; erinner di, wen du geliebt hast, und wer di geliebt hat, bevor alles so schnell worn is.
Wie du diesen Boncoeurs-Glow in dein echtes Weihnachtsfest bringst
Fang klein an. A Gegenstand, a Eckerl, a sanftes Ritual. Such da a Boncoeurs-Stück aus – vielleicht a vergoldetes Ex-voto-Herz, an Stern-Heiligenschein, a Kerzenteller mit am kleinen Engerl – und gib ihm a klare Aufgabe. Net „des is hübsch“, sondern: „da leg ma am Abend unsere Gedanken ab“.
Mach dir a Mini-Altar am Sideboard oder am Fensterbrettl. A Messingherz an da Wand, a schlichte Kerze drunter, vielleicht a Foto oder a handg’schriebene Notiz. Zünd die Kerze an, wann immer du aus’m Scrollen wieder ins Leben zurücksteigen willst. Ka Drama. Ka Regeln. Nur a kleiner, leuchtender Fixpunkt, der im Hintergrund ruhig glüht, während im Haus sonst alles summt.
Seien ma ehrlich: Des macht ka Mensch wirklich jeden Tag. Das Leben kommt dazwischen. Kinder verlangen Snacks. Handy-Benachrichtigungen unterbrechen die weichsten Momente. Drum sieh dein Boncoeurs-Eckerl net als strenges G’wöhnungsprogramm, sondern als Zuflucht, die immer da is – egal ob du dreimal in da Woche hinschaust oder zweimal im Monat.
Am meisten haben von so sakral-trifft-nostalgisch Deko net die mit den perfektesten Wohnungen. Sondern die, die zulassen, dass die Sachen mit ihnen mitwachsen. Sie stecken a Zugticket von ana Fernbeziehung ins Rahmenpassepartout. Sie geben im Dezember an Tannenzweig dazu, im März a Mimosen-Zweig. Das Eckerl wird zum visuellen Tagebuch – verankert von dem gleichen Messingherz oder goldenen Heiligenschein.
Typischer Fehler? Weihnachten als glänzende Bühnenkulisse aufzuziehen. Instagram-tauglich, aber emotional flach. Jedes Polsterl passend, alle Lichter perfekt ausgerichtet – und trotzdem will keiner bleiben. Die Boncoeurs-Ästhetik lebt von kleinen Fehlern: a Wachstropfen, a bissl schiefer Rahmen, a Mix aus alt und neu. Lass die abgeplatzte Krippe von deiner Oma neben einem neuen Metall-Engerl stehen. Lass die Geschichte g’schichtet wirken, net einstudiert.
„Wie i das erste Mal a Boncoeurs-Herz im Vorzimmer aufghängt hab, hat mein Teenager-Sohn nur die Augen verdreht“, lacht Claire (46) aus Bristol. „Zwei Wochen später war er der, der die Kerze angezündet hat, wenn er spät heimkommen is. Er hat g’sagt, des macht’s Haus ‘weniger leer’. Da hab i kapiert: Des is nimmer Deko. Des is a Zeichen: Du bist da sicher.“
Damit du dein eigenes sakral-nostalgisches Weihnachten formen kannst, denk an drei sanfte Schritte:
- Such dir ein Symbolobjekt aus (Herz, Stern, Engerl, Kreuz, Taube).
- Gib ihm an fixen Platz und a sanfte Lichtquelle.
- Leg eine persönliche Erinnerung dazu: Foto, Notiz oder kleines Andenken.
Und dann lebst einfach damit. Lass es altern. Lass die Weihnachtsfeste drum herum kommen und gehen.
A Kindheitsweihnachten, des ma net z’ruckspulen kann – aber neu aufbauen
Da steckt a leise Wahrheit drin: Unser ursprüngliches Kindheitsweihnachten kriegen ma nimmer z’ruck. Die Leit san anders. Manche fehlen. Die Welt is schwerer. Aber unsere Fähigkeit zum Staunen is net weg – sie is nur unter E-Mail-Threads und Supermarkt-Schlangen vergraben.
Die Boncoeurs-Welt verspricht ka magische Zeitmaschine. Was sie bietet, is bescheidener – und vielleicht kostbarer. Indem sie sakrales Licht – Kerzen, Heiligenscheine, Ex-votos, kleine Altäre – mit sanfter Nostalgie verbindet, gibt sie unserem Erwachsenenleben an Ort, wo Erinnerung und Gegenwart zusammensitzen können. Net wie im Museum, sondern wie im Wohnzimmer.
An an grauen Nachmittag, wenn der Regen schräg ans Fenster klatscht und die Nachrichten wie a dauerndes, tiefes Sirenengeräusch wirken, kann dieses kleine goldene Eckerl überraschend viel tun. Du zündest die Kerze an. Du siehst deine eigene Spiegelung im Metallherz. Für an Moment siehst du das Kind, das du warst, den Erwachsenen, der du bist, und die Person, zu der du no wirst – alle im selben stillen Raum. Du atmest a bissl tiefer. Und du erinnerst di: Weihnachten is ka Performance, sondern a Gespräch zwischen Generationen – manche da, manche weit weg – und irgendwie verbunden durch a kleines, g’standenes Leuchten.
| Kernpunkt | Detail | Nutzen für Leser:innen |
|---|---|---|
| Neu interpretierte sakrale Symbole | Ex-voto-Herzen, Heiligenscheine, Engerl und Sterne – neu gedacht von Boncoeurs | Bietet an Weg, sich mit tieferen Bedeutungen von Weihnachten zu verbinden, ohne dass es starr oder veraltet wirkt |
| A leuchtendes Eckerl schaffen | Ein fixer Platz mit am Boncoeurs-Stück, ana Kerze und am Erinnerungsobjekt | Macht aus einfacher Deko a persönliches Ritual, das Ruhe und Kontinuität bringt |
| Aktive, net passive Nostalgie | Mit Gegenständen und kleinen Gesten das G’fühl von Kindheitsweihnachten neu aufbauen | Hilft, aus vagem Sehnen wos Greifbares, Warmes und jedes Jahr Wiederholbares zu machen |
FAQ
- Is Boncoeurs nur für religiöse Menschen?
Überhaupt net. Die Bildsprache is von sakraler Kunst inspiriert, aber viele nutzen Boncoeurs-Stücke einfach als Symbole für Liebe, Schutz oder Erinnerung – unabhängig vom Glauben.- Kann i Boncoeurs mit meiner bestehenden Weihnachtsdeko mischen?
Ja – und genau dort passiert oft das Schöne. Lass die Messingherzen oder Heiligenscheine neben deinen alten Christbaumkugeln, Papiersternen, Kinderbasteleien stehen – der Kontrast erzählt deine Geschichte.- Is des net einfach nur teure Deko?
Kann’s sein, wenn’s rein optisch bleibt. Sobald du einem Stück a Rolle gibst – a Platz für a Foto, a Kerze für wen, an den du denkst – wird aus dem Objekt a Ritual. Dort liegt der eigentliche Wert.- Was, wenn mein Wohnstil sehr modern is?
Die klaren Linien von Boncoeurs-Metallarbeiten passen oft wunderbar in minimalistische Räume. Ein goldenes Herz an ana weißen Wand, a Kerze auf Beton – des kann stark wirken statt überladen.- Wie halt i das G’fühl nach Weihnachten lebendig?
Pack net alles weg. Lass ein Boncoeurs-Stück das ganze Jahr hängen und gib ihm je nach Saison andere Bedeutungen – vom Weihnachtswunsch zur Frühlingshoffnung bis zur Alltags-Dankbarkeit.
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